28. April 2009

Gentechnik

Gentechnik, ein zweischneidiges Schwert! Glauben sie nicht alles, was die Befürworter der Gentechnik verlautbaren lassen!

Gentechnik ist umstritten, Abhängigkeiten der Anwender dieser gentechnisch veränderten Pflanzen verstärken sich.  Die Artenvielfalt steht auf dem Spiel. Normierte Produkte mögen leichter handelbar sein, aber sie werden mit einem hohen Preis des Artenverlustes erkauft.

Gentechnisches Saatgut ist nicht kontrollierbar. Am Beispiel Raps ist dies leicht  nachweisbar. An allen Fernstraßen können Sie zur Rapsblüte beobachten, dass Rapspflanzen an den Straßenrändern wunderbar gedeien und das Fahren an den manchmal langweiligen Fernstraßen ein wenig angenehmer wird durch diese optische Aufbesserung.

Was ist geschehen? Raps wird nach der Ernte mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen zur  nächsten Ölmühle gefahren. Wenn Biosprit erzeugt werden soll kann diese Fahrstrecke dann aber quer durch ganz Europa führen. Auf dem Weg vom Acker zur Ölmühle werden kontinuierlich Saatkörner auf den Straßen verteilt, denn kein Lieferfahrzeug ist absolut dicht und eine Vorschrift eines hermetisch abgeriegelten Frachtkontainments gibt es nicht! Der Wind bläst dieses Saatgut an den Straßenrand, dort gedeien diese gentechnisch veränderten Rapspflanzen ohne Anbaugenehmigung und ohne Schutz der in der Nähe liegenden Bioanbauflächen.

Wird gentechisch verändertes Saatgut über die Lande transportiert ist der "Supergau" in unserer Natur vorprogrammiert. Pollen und Samen der nächsten Generation der verwilderten Rapspflanzen gefährden die Bestände der wild lebenden artverwandten Pflanzen. Eine artenreine Zucht mit Naturpflanzen wird nicht mehr möglich sein. Werden diese Gensequenzen auch noch unter "Patentschutz" gestellt, ist die absolute Abhängigkeit zu den Saatgutherstellern zwangsläufig gegeben.

Gentechnik, wenn sie verwendet wird eine Selektion von besserem Saatgut zu erkennen, ist keine Gefahr für Mensch und Biosphäre, denn es werden keine gentechnischen Manipulationen vorgenommen, sondern nur besseres Saatgut von weniger geeignetem unterschieden. Es erfolgt kein Eingriff mit gentechnischen Mitteln, vergleichbar mit einer "Dopingkontrolle" im Sport.

Gentechnisch verändertes Saatgut oder Zellkulturen können auf vielen Wegen in die Natur "entfleuchen"  und dort einen "Supergau auslösen. Beispiel, wie so etwas gehen kann: Eine Forschungseinrichtung am Mittelmeer experimentierte mit Algen einer südamerikanischen aggressiv wachsenden Art. Ein Versehen, und Wasser aus den Aquarien gelangte ungereinigt ins Mittelmeer. Heute, einige Jahrzehnte später ist ein großer Teil des Mittelmeers mit dieser Algenart überwuchert und der Fischbestand ging extrem zurück, mit vielen anderen Nachteilen für das Mittelmeer.

Die Saatguthersteller erhalten per Gesetz die "Lizenz zum Gelddrucken" zu Lasten der Artenvielfalt und des Bioanbaus und mit dem Risiko des Eintrages dieser Genveränderung in Wildpflanzen und Kulturpflanzen, dann haben diese Saatguthersteller noch die Frechheit Landwirten Patentgebühren abzuverlangen für dieses Gentechnisch verunreinigte Saatgut, für das der Landwirt keine Verantwortung hat, das muss ein Ende haben! Wenden Sie sich an Ihre Abgeordneten im Bundestag und beschweren Sie sich, nur so kann dieses Desaster aufgehalten werden!!

Genmais - Schlamperei und fehlende Kontrollen

Schlamperei statt Transparenz VON THOMAS SCHMID (TAZ 15.02.10)

 Bio-Landwirte ärgern sich über falsche Standort-Registrierungen für die genveränderte Maissorte MON 810. Behörden kontrollieren kaum und reagieren spät

 

Eine Greenpeace-Untersuchung schreckt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf: Greenpeace fand zum wiederholten Mal Fehler im Standortregister für gentechnisch veränderte Organismen. Kein Wunder, denn das BVL überprüft Neuanträge grundsätzlich nicht.

 Genmais auf benachbarten Flurstücken sollte leicht identifizierbar sein, findet Hans Plate. „Es drohen immerhin ungewollte Kreuzungen mit gentechnisch verändertem Mais sagt der fränkische Biobauer. Eine öffentliche Datenbank, wie sie das BVL für diesen Zweck führt, hält er daher für „sehr hilfreich".

 Doch das BVL-Standortregister für genmanipulierte Organismen sorgt nur bedingt für Transparenz: Bereits das zweite Jahr in Folge entdeckte Greenpeace, dass für eingetragene Felder aus Bayern und Brandenburg entweder eine völlig falsche Größe angegeben wurde - oder dass diese gar nicht existierten.Mittlerweile hat das BVL Nachbesserungen von den Landwirten eingefordert, bis zum Wochenende gab es Korrekturen für fünf Flächen im fränkischen Prichsenstadt.Doch es handelt sich offenbar um einen Fehler im System: Die Behörde überprüfe neue Anträge grundsätzlich nicht auf ihre Richtigkeit, erklärte eine BVL-Sprecherin der taz. Als Reaktion auf frühere Unstimmigkeiten seien die veröffentlichten Standortdaten in diesem Jahr aber „unverzüglich" an die zuständigen Landesbehörden zu einer Überprüfung weitergeleitet worden.

Zulassung ausgesetzt

 Die gentechnisch veränderte Maissorte MON 810 von Monsanto darf seit 2009 nicht mehr angebaut werden: Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hatte die „Zulassung ausgesetzt". Trotzdem wurden für dieses Jahr bereits mehr als 50 Flurstücke für den Anbau etwa in Bayern, Brandenburg oder Mecklenburg angemeldet.

 

Für die falsch angemeldeten Felder in Prichsenstadt ist beispielsweise das bayerische Umweltministerium zuständig. Dort bestätigte man zwar, vom BLV informiert worden zu sein. Dass man grundsätzlich informiert werde und die Angaben umgehend kontrolliere, konnte das Ministerium jedoch bis Freitagabend nicht bestätigen. -

Heike Moldenhaüer vom BUND fordert klarere Richtlinien: „Man sollte alle Anträge auf Plausibilität prüfen, mindestens aber mit Stichproben arbeiten." Die Behörden dürften sich nicht nur auf Greenpeace-Untersuchungen verlassen und müssten Genbauern stärker in die Verantwortung nehmen: .Verstöße sollten sanktioniert werden." Auch Bioland - größter deutsche Bio-anbauverband - kritisiert den laxen Umgang: „Unsere Bauern müssen sich hundertprozentig auf das Standortregister verlassen können", sagt Sprecher Gerald Wehde. Gentechnikfreie Betriebe müssten die Chance zum Reagieren haben, etwa mit dem Aussähen anderer Getreidearten oder dem Pochen auf den gesetzlichen Mindestabstand. Wehde: „Ohne ein fehlerfreies Standortregister ist das nicht gegeben."

 

 

(Dieser Link in der Überschrift  führt Sie direkt zum BUND Regionalverband Freiburg am Oberrhein zum Thema Gentechnik.)



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Der BUND Bundesverband ist erfolgreich gegen unsinnige Kohle Großkraftwerke vorgegangen. Viele Kohlemeiler wurden nicht genehmigt oder gar nicht erst gebaut. Nicht gebaut werden ist natürlich volkswirtsschaftlich der Königsweg, so bleibt das Geld für sinnvolle Investitionen  in intelligente BHKW Technik verfügbar, bei der die Wärme sinnvoll genutzt wird und nicht über Kühltürme und Flüsse vernichtet wird.

Zukünftige Stromversorgung in Europa muss heißen: Genehmigungen nur noch für Kraft Wärmegekoppelte Mini und Kleinkraftwerke die zentral gesteuert werden können. Nur so ist eine effiziente Stromversorgung ohne Verluste möglich. Das Monopol der Kraftwerksbetreiber zu Gunsten der Kommunalen Versorger kann Wirklichkeit werden zum volkswirtschaftlichen Nutzen von Deutschland und Europa.

Verschwendern die rote Karte zeigen, dazu sind Sie mit uns in der Lage. Machen Sie mit und kämpfen Sie mit uns gegen Verschwendung, Energievernichtung und gegen Kostentreiber Verlustleistung von Kraftwerken.

Ein Kraftwerk ist kein gutes Kraftwerk, wenn es abgeschrieben ist sondern wenn es von der ersten Stunde der Inbetribnahme Strom und Wärme produziert, die nicht verloren gehen, sondern möglichst zu 100% genutzt werden können

Ständige Behandlung  mit Insektiziden und Pestiziden intensiv genutzter Agrarflächen zerstören Artenvielfalt auf und unter der Erde. Die Umsetzung von Biomasse durch Microorganismen nimmt kontinuierlich ab. Eine ganze Kette von Arten sterben aus, weil die Nahrungsgrundlagen entzogen werden.

Nur Bioanbau mit einer natürlichen Schädlingsbekämpfung kann den rapiden die Menschheit bedrohenden Artenverlust aufhalten

Der Mensch muss mehr Naturräume als Reservate ausweisen, das hat schon auf unterster Ebene, der Kommune zu geschehen. Landwirte können Einfluss nehmen auf ihre Vertreter in Parlament und anderen Entscheidungsgremien. Dazu ist es aber unerlässlich sich auch mehr um Naturschutz zu kümmern und das Bildungsangebot der Naturschutzverbände anzunehmen oder Mitglied eines solchen Verbandes zu werden.

Wohin führt uns die Zukunft, eine Antwort können Sie  in Ihrem Kino sehen und hören, der Film ist in vielen Kinos angelaufen. Der Titel der "Dokumentation" "Die vierte Revolution" (Trailer anzusehen nach Anklicken der Überschrift!)

Das Klimakochbuch – Klimafreundlich einkaufen, kochen und ge­nießen” (Kosmos) ist ab jetzt im Buchhandel erhältlich. Über 40 le­ckere Rezepte und spannende Hintergrundinformationen im Buch zeigen, wie klimafreundliche Küche gelingen könne. Weniger Fleisch und mehr Bioprodukte, saisonale und regionale Vielfalt an Stelle globalisierter Einfalt seien das Motto. Und die Zutaten müssten nicht zwangsläufig Tofu und Grünkern heißen. Es könne auch mal Wild sein: So sei der Genuss von frei lebendem Wild eine klimafreundlichere Alternative für den Sonntagsbraten zur energieintensiven industriellen Mast von Hochleistungskühen.

ausgestrahlt: Dienstag, 13. Oktober 2009 um 21.00 Uhr und
15.10.2009 um 09:55

Ein Film, der international großes Aufsehen verursachte
Albtraum Atommüll

Ein sehenswerter Film, der uns mehr verraten hat  zu den bleibenden Schäden für Umwelt, Mensch und Biosphäre Erde! Im Atomlager Asse sind 125.000 Atomfässer in großer Tiefe gelagert, doch kommende Generationen müssen um ihr Leben bangen, dann nämlich, wenn die Fässer undicht geworden sind und geologische Verwerfungen den "verstrahlten Dreck" an die Oberfläche bringt in Form von verseuchtem Wasser in den  Brunnen der Region, in Form von rdioaktiven Gasen, die bei der Spaltung der nuklearen  "Reststoffe" frei werden, die Mobilisierung der mineralischen Metalloxide in obere Bodenschichten, die Mensch und Tier zugänglich sind.

Atomtechnik ist menschenverachtend, unverantwortlich und krankheitsauslösend


(Frankreich, 2009, 98mn)
ARTE F
Regie: Eric Guéret