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Günter Oettinger will Atomkraftwerke in der EU bauen lassen!

Der ehemalige "Landesvater" Baden-Württembergs, Günter Oettinger, zeigt sich heute als Komissar der Europäischen Union als Atomkraftbefürworter (Pressemitteilung 9.12.11). Die Nähe zum Energieversorger ENBW und anderen Atomkraftwerksbetreibern während seiner Amtszeit als Ministerpräsident von Baden-Württemberg hat bei ihm wohl nachhaltig die Einstellung verfestigt auf Atomenergie zu vertrauen.

Wir wollen das nicht! Keine Atom - Neubauten in Europa!

Wie schnell ein größter anzunehmender "Störfall" kommen kann, zeigte die Atomkatastrophe in Fukushima. Inzwischen sind Greenpeace- Mitglieder in eine Atomanlage eingedrungen und haben damit bewiesen, dass es nicht möglich ist solche hochsensiblen Anlagen wirksam zu schützen.

Ein sogenannter  "Störfall" in einem Atomkraftwerk kann die gesamte Stromversorgung in Europa für einige Stunden lahm legen und damit zum Domino-Effekt führen. Das heißt, es können auch andere Anlagen in eine kritische Lage kommen, die im schlimmsten Fall auch dort zu einer Kernschmelze führen könnte.

Wir fordern die Kommissare des Europäischen Parlamentes auf nicht auf die Vorschläge von Günter Oettinger einzugehen und weiterhin den Planungen für neue Atomanlagen eine Abfuhr zu verpassen.

 

Was hat Friesenheim mit Stuttgart zu tun?

Diese Frage wird gerne gestellt, wenn man die eigenen Projekte und Vorhaben auf kommunaler Ebene in den Vordergrund stellen möchte. Warum sollen wir uns den Kopf zerbrechen über Planungen und politische Entscheidungen, die scheinbar ausschließlich Stuttgarter Themen sind?

Wer so denkt, der verkennt die weitreichenden Auswirkungen der Projekte von Stuttgart bis in den ländlichen Raum. Auch hier in Friesenheim. Denn: Auch  Gemeinden an der Rheintalstrecke der Bahn könnten den kürzeren ziehen, sollte der Bahnhof in Stuttgart umgestaltet werden und aus dem Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof werden. Die immensen Kosten sind ein Faktor, der sich hier an der Rheintalbahn negativ bemerkbar machen wird, so wird das Geld fehlen flüsterleise Güterzüge anzuschaffen (die gibt es schon, sie kommen nur nicht zum Einsatz, weil das Geld dafür fehlt). Aus Kostengründen (wird der Durchgangsbahnhof in Stuttgart gebaut) wird die Bahn sich schwer tun alte Güterwaggons gegen wesentlich leisere auszutauschen.

 

Wer als Bahnreisender nach Stuttgart oder Marseille, London oder Hamburg, Paris Frankfurt oder Stuttgart kommt, kennt die Vorzüge der Kopfbahnhöfe. Keine Treppen, übersichtliche Anzeige der Gleise und keine Hektik bei der Suche nach dem richtigen Zug. Kopfbahnhöfe sind familien- und behindertenfreundlicher und unsere älteren Mitbürger/innen finden sie einfach komfortabler, weil weniger unübersichtlich.

Nach der Abstimmung in Baden Württemberg soll der Tiefbahnhof gebaut werden. Die Realisierung des Projektes aber ist an eine Kostendeckelung gebunden. Leider wird vorraussichtlich die Realisierung der Ausbaupläne auf der Rheinschiene von Karlsruhe in die Schweiz nun schleppender weiter geführt, Vertragsbindungen mit der Schweiz in Gefahr gebracht.

Wir trauern um die Tsunamiopfer in Japan, aber besorgniserregend sind die laufenden Ereignisse der außer Kontrolle geratenen Atomreaktoren von Fukushima.

Durch das stärkste je in Japan festgestellte Erdbeben und die daraufhin auf das Land auflaufende Tsunamiwelle sind tausende Menschen ums Leben gekommen. Höchste Besorgnis ist weltweit ausgelöst worden durch einen totalen Ausfall der Stromversorgung und der fehlenden Abnahme von Strom aus den Atomanlagen Fukushima. Der Totalausfall führte zu einer Überhitzung der Reaktoren, Notstromanlagen konnten nur für kurze Zeit eine Überhitzung verhindern. Nach dieser Notkühlung heizte sich der Reaktor weiter auf. Schweres Wasser begann zu sieden und der Dampf wurde über Notventile in den Sicherheitsbereich abgegeben. Brennstäbe verloren den Kühleffekt durch Wasser, sie heizten sich weiter auf, die hohe Strahlung führte beim Wasserdampf zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Wasserstoff, das gefährlichste Gas, entzündet sich bei geringen Konzentrationen wie auch bei hohen Konzentrationen in einer sehr schnellen Verbrennungsreaktion, vergleichbar mit TNT.

Die in Fukushima auftretende Wasserstoffexplosion läßt darauf schließen, daß die Kernbrennstäbe frei lagen und eine Spaltung des Wassermoleküls möglich wurde. Die weit über 1000° C heißen Brennstäbe geraten in Gefahr zu schmelzen, die Kernspaltung ist nicht mehr kontrollierbar. Steuerstäbe, die eine Verminderung der Kernreaktion erzielen sollen werden beschädigt, das Wasser zur Verringerung der Kettenreaktion ist verdampft, eine Kernschmelze wird immer wahrscheinlicher. Eine Kühlung ist nicht mehr möglich, die Kettenreaktion heizt die Brennstäbe weiter auf. Die Brennstäbe verlieren ihre Stabilität und brechen auseinander. Ein Eingriff in die Vorgänge von Außen scheint nicht mehr möglich, da Anlagenteile sowohl durch die Wasserstoffexplosion, als auch die extrem hohe Hitze im Reaktorbereich Schäden verursacht haben. Fukushima wird auch in den nächsten Jahren die Japanische Nation vor schier unüberwindliche Probleme stellen die schwerstens beschädigten hoch radioaktiv belasteten Anlagen des Reaktors und der zugehörigen Anlagen zu sichern, um weitere Schäden an Umwelt und Menschen zu verhindern.

Wie die jüngsten Meldungen der Presse bestätigen, waren die Einschätzungen des BUND zu den Vorkommnissen in Fukushima korrekt, auch nach vielen Jahrzehnten wird diese Anlage vergleichbar mit Tschernobyl eine Todeszone bleiben. 1.11.2011

Weidetierhaltung ist Grundvorraussetzung für Bio

Milchproduktion kann nur artgerecht sein, wenn die Rinder ihrem Bewegungsdrang auch nachgehen können, deshalb ist Weidetierhaltung zu fordern und zu fördern. Milchkühe im Stall ohne Freigang leben nicht artgerecht, zum Teil sogar tierquälerisch; Dies gilt auch für Schweinetierhaltung oder andere Massentierhaltungen (eine glückliche Kuh trägt Hörner!)

Wildkatze, Jäger zum Nutzen der Artenvielfalt

Die Wildkatze ist ein wichtiges Glied zur Regulierung der Kleinsäuger-Populationen, sie benötigt aber Deckung, das bedeutet Ruhezonen in der Landschaft. Ziel muss es sein, wieder mehr Ruheräume und Biotopstrukturen zu schaffen, die über eine Vernetzung diesen Jägern wieder eine Chance geben kann.

Gefordert ist eine Konzeption zur Schaffung neuer verloren gegangener Biotopverbünde, hier sind politische Gremien, Kommunen, Landwirte und Besitzer von Flächen in der offenen Landschaft gefordert, das kann der ehrenamtliche Naturschutz nicht alleine erreichen. Ein gesellschaftlicher Konsens ist Grundvoraussetzung für den Erhalt und die Erhöhung der biologischen Vielfalt. Die Zukunft unser aller hängt davon ab.

2009 stand dort noch ein Hecken- und Baumbestand (Ortseinfahrt Schuttern)

Hecken und Baumbestände sind "Wohnräume" für Zaunkönig, Erdkröte, Heckenbraunelle, Neuntöter, Meisen, eine Vielzahl von Käferarten, Eidechsen, Deckung für Feldhase und Fasan
Kontrolle und Beringung der Steinkäuze ist nur autorisierten und geschulten Personen erlaubt.

Viele Vogelarten haben jetzt im Mai/Juni ihre Jungen im Nest. Freuen Sie sich an dem regen Leben am Niststandort. Ob dies ein selbst angebrachter Nistkasten ist, oder natürlich besser, wenn es ein alter Baum ist, der Höhlen hat in denen sich die Piepmätze eingefunden haben. Wohnungsnot in der Natur, zu viele Bäume werden entfernt, sobald sie keinen Ertrag mehr bringen oder wenn sie beschädigt wurden durch Windbruch oder Blitzschlag . Besser ist es aber genau diese alten Bäume stehen zu lassen, so lange sie keine Gefahr darstellen. Doch bis ein Kirschbaum, Birnbaum oder ein anderer Obstbaum so morsch geworden ist, dass er umzufallen droht, da können viele Jahre vergehen, also lieber stehen lassen.

Manche Vogelarten sind aber auf die Hilfe des Menschen angewiesen, so auch der Steinkauz. In Zusammenarbeit mit dem NABU Lahr hat der BUND Friesenheim zwei Niströhren für diese schönen Eulentiere auf der Streuobstwiese in Schuttern aufgehängt. Nun heißt es abwarten, vielleicht schon im nächsten Jahr können diese "Eulen aus Athen" (Wappenvogel Griechenlands) in diese Nisthöhlen einziehen.

Der alljährlich herausgegebene Waldzustandbericht wurde in einem Interview vom DLF, von unserer Naturschutzexpertin, Nicola Uhde kommentiert. DLF 28.01.2010

Wachstumsbeschleunigungsgesetz

Wachstumsbeschleunigungsgesetz

 Schuldenwachstumsbeschleunigungsgesetz

Genkartoffelwachstumsbeschleunigungsgesetz

Atommüllwachstumsbeschleunigungsgesetz

Straßenundflugverkehrwachstumsbeschleunigungsgesetz

Klimawandelwachstumsbeschleunigungsgesetz

Abstandzwischenarmundreichwachstumsbeschleunigungsgesetz

(Axel Mayer)

Atommüll, Desaster der Gegenwart

Dieser  international für Aufsehen erregte  Film  "Alptraum Atommüll" wurde bereits in ARTE ausgestrahlt, auf Wunsch kann er hier in Friesenheim noch einmal gezeigt werden, bitte Kontakt aufnehmen unter:

BUND-Friesenheim@online.de

lesen Sie dazu den Text hier links!



Machen Sie mit, helfen Sie uns, für eine vernünftige Energiepolitik, für den Klimaschutz und Menschenschutz. wir wollen keine  Verstrahlung (AKW) und keinen Feinstaub (Kohlekraftwerke). Intelligente Energieversorgung mit Kraftwärmekopplung ist effizienter und volkswirtschaftlich effektiver und gleichzeitig sinken die Emissionen der Treibhausgase!

Verarbeitung heimischer Hölzer

Produkte, angefertigt aus heimischen Hölzern bieten eine sinnvolle Alternative als Geschenk gegenüber den Massenprodukten der industriellen Fertigung.

Schauen Sie sich um, das Gute ist auch hier in Friesenheim zu finden, gehen Sie auf die Suche nach den sinnvollen heimischen Produkten.

Bilder vergrößern durch anklicken!

Wir empfehlen:

Bücher und andere Medien über Natur-und Umweltschutz finden Sie in großer Auswahl hier im Hause der Stadtbibliothek Lahr

Ihre Spende hilft.

Helfen Sie mit Emissionen zu verringern, alle unnötigen Fahrten mit dem PKW, Flügen zu Reisezielen, all dies können Sie beeinflussen durch Verringerung oder Verzicht. Je mehr mitmachen, um so effektiver ist der Klimaschutz!

Neben der industriellen Produktion ist das Verkehrswesen einer der Hauptverursacher der Treibhausemissionen.

Konsumieren Sie regionale Produkte, kaufen Sie Bio, verringern Sie ihren persönllichen Co² Ausstoß.

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Ständige Behandlung  mit Insektiziden und Pestiziden intensiv genutzter Agrarflächen zerstören Artenvielfalt auf und unter der Erde. Die Umsetzung von Biomasse durch Microorganismen nimmt kontinuierlich ab. Eine ganze Kette von Arten sterben aus, weil die Nahrungsgrundlagen entzogen werden.

Nur Bioanbau mit einer natürlichen Schädlingsbekämpfung kann den rapiden die Menschheit bedrohenden Artenverlust aufhalten

Der Mensch muss mehr Naturräume als Reservate ausweisen, das hat schon auf unterster Ebene, der Kommune zu geschehen. Landwirte können Einfluss nehmen auf ihre Vertreter in Parlament und anderen Entscheidungsgremien. Dazu ist es aber unerlässlich sich auch mehr um Naturschutz zu kümmern und das Bildungsangebot der Naturschutzverbände anzunehmen oder Mitglied eines solchen Verbandes zu werden.

Wohin führt uns die Zukunft, eine Antwort können Sie  in Ihrem Kino sehen und hören, der Film ist in vielen Kinos angelaufen. Der Titel der "Dokumentation" "Die vierte Revolution" (Trailer anzusehen nach Anklicken der Überschrift!)

Das Klimakochbuch – Klimafreundlich einkaufen, kochen und ge­nießen” (Kosmos) ist ab jetzt im Buchhandel erhältlich. Über 40 le­ckere Rezepte und spannende Hintergrundinformationen im Buch zeigen, wie klimafreundliche Küche gelingen könne. Weniger Fleisch und mehr Bioprodukte, saisonale und regionale Vielfalt an Stelle globalisierter Einfalt seien das Motto. Und die Zutaten müssten nicht zwangsläufig Tofu und Grünkern heißen. Es könne auch mal Wild sein: So sei der Genuss von frei lebendem Wild eine klimafreundlichere Alternative für den Sonntagsbraten zur energieintensiven industriellen Mast von Hochleistungskühen.

ausgestrahlt: Dienstag, 13. Oktober 2009 um 21.00 Uhr und
15.10.2009 um 09:55

Ein Film, der international großes Aufsehen verursachte
Albtraum Atommüll

Ein sehenswerter Film, der uns mehr verraten hat  zu den bleibenden Schäden für Umwelt, Mensch und Biosphäre Erde! Im Atomlager Asse sind 125.000 Atomfässer in großer Tiefe gelagert, doch kommende Generationen müssen um ihr Leben bangen, dann nämlich, wenn die Fässer undicht geworden sind und geologische Verwerfungen den "verstrahlten Dreck" an die Oberfläche bringt in Form von verseuchtem Wasser in den  Brunnen der Region, in Form von rdioaktiven Gasen, die bei der Spaltung der nuklearen  "Reststoffe" frei werden, die Mobilisierung der mineralischen Metalloxide in obere Bodenschichten, die Mensch und Tier zugänglich sind.

Atomtechnik ist menschenverachtend, unverantwortlich und krankheitsauslösend


(Frankreich, 2009, 98mn)
ARTE F
Regie: Eric Guéret


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